Jossi Avidor, Heilpraktiker für Psychotherapie und Coach, 0211-97 22 606, Javidor@googlemail.com
Praxisgemeinschaft Help-Therapiezentrum Lohman, Helmholtzstrasse 28, 40215 Düsseldorf,
0211-56 60 46 21
Burnout ist in aller Munde, aber deshalb noch lange keine Diagnose - noch nicht.
Es ist aber sehr wohl ein beklagenswerter Zustand, der immer häufiger wird. Und der
verhängnisvolle Konsequenzen für den Betroffenen und sein Umfeld hat: Beruf, Partnerschaft,
Familie, Freundeskreis, nicht zuletzt für die Gesundheit.
Unter Burnout (engl.: to burn out = ausbrennen) verstand man ursprünglich die negativen
Folgen der beruflichen (Über-)Beanspruchung mit gemütsmäßiger Erschöpfung, innerer
Distanzierung und schließlich Leistungsabfall. Oder - wie es früher beschrieben wurde
-, ein "Stress-Syndrom der helfenden Berufe" bzw. auf einen kurzen Nenner gebracht:
"Die Folgen von schlechten Bedingungen, unter denen viele gute Leute tätig sind".
Inzwischen handelt es sich um ein reichlich komplexes Beschwerde- bzw. Leidensbild,
das zwar immer mehr Betroffene belastet, aber nur zögerlich Eingang in Wissenschaft
und Lehre und damit in Beratung, Klinik und Praxis findet.
Zur Frage "was kann zum Burnout führen?" besteht bisher kein einheitliches Meinungsbild.
Manche Wissenschaftler betonen Faktoren wie Mangel an Autonomie, Rollenkonflikte,
zu hohe Erwartungen, Unklarheiten in den hierarchischen Strukturen, inadäquate Ziele
und Konzepte, unzureichende Unterstützung durch Vorgesetzte usw. Andere weisen vor
allem auf Beziehungskonflikte hin, was dann tatsächlich Berufe mit Patienten, Kunden,
Schülern usw. besonders anfällig macht.
Wieder andere betonen die Diskrepanz zwischen dem anfänglich hohen Engagement ("lodern"),
verbunden mit ggf. irrealen persönlichen Erwartungen und der desillusionierenden
Realität.
Der Beginn einer Burnout-Krise erscheint also erst einmal positiv. Viele Burn-out-Betroffene
gelten in der Tat als aktiv, dynamisch, zupackend, ideenreich, engagiert bzw. überengagiert:
vermehrter Einsatz, freiwillige Mehrarbeit, (subjektiver) Eindruck der eigenen Unentbehrlichkeit,
das Gefühl, eigentlich nie mehr richtig Zeit zu haben, damit wachsende Verleugnung
eigener Bedürfnisse. Und vielleicht sogar eine heimlich zunehmende Beschränkung zwischenmenschlicher
Kontakte, und zwar von außen nach innen: Arbeitskollegen, Nachbarn, Bekannte, Freunde,
Verwandte, enge Angehörige, Partner. Oft findet sich auch die zwiespältige Fähigkeit,
zumindest aber der Versuch, Misserfolge und Enttäuschungen einfach nicht wahrnehmen
zu wollen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Mit anderen Worten: Viele jener an sich
guten Eigenschaften stellen sich bei näherer Betrachtung als Fußangeln, wenn nicht
gar als Fallgruben heraus.
Nach und nach wird das (Über-)Engagement auch durch eine sich langsam, aber unerbittlich
ausbreitende Erschöpfungsphase gleichsam ausgebremst: Jetzt drohen verminderte Belastbarkeit,
wachsende Stimmungslabilität und vor allem eine bisher nicht gekannte Erholungsunfähigkeit
("komme nicht mehr auf die Füße"). Auch eine sonderbare und vor allem zunehmende
Infektanfälligkeit gehört dazu, meist ständige banale Erkältungen und Grippeinfekten.
Die Betroffenen werden müde, z. B. im Sinne einer eigenartigen, alles durchdringenden
Mattigkeit (wie sie nebenbei das höhere Lebensalter generell kennzeichnet), in Fachkreisen
auch als Tagesmüdigkeit oder chronische Müdigkeit bezeichnet. Am Ende drohen sogar
rasche Erschöpfbarkeit und schließlich regelrechte Kraftlosigkeit. Dazu kommt ein
sonderbares Phänomen, nämlich "müde, matt und abgeschlagen" nach außen, innerlich
aber unruhig, nervös und gespannt, mitunter sogar reizbar und gelegentlich aggressiv.
Das Ganze mündet schließlich in einen Endzustand, der durch Resignation, Entmutigung,
verringerte Frustrationstoleranz, leichte Kränkbarkeit, Niedergeschlagenheit, schließlich
sogar durch Minderwertigkeits- und Versagensgefühle gekennzeichnet ist. Die Sichtweise
der Betroffenen wird schwernehmend, pessimistisch, ja von Negativismus oder Fatalismus
geprägt. Man erkennt diese Menschen angesichts ihres früheren Auftretens kaum wieder.
(www.psychosoziale-gesundheit.net)
Der erste Weg führt zum Hausarzt.
Danach kann eine Psychotherapie die Heilung beschleunigen und eine Prävention vor
weiteren „Burn-outs“ schaffen.
Eine Psychotherapie arbeitet daran:
- das Wesen von Burnout zu verstehen
- Stress zu meiden
- Glücklich zu werden
- Herauszufinden, was Ihnen Kraft raubt und Kraft gibt
- Ziele bedacht definieren
- Ausgleich zu finden
- ein besseres Zeitmanagement zu schaffen
- Ihren Selbstwert zu verbessern